
Türöffnung und lichte Breite
Schwellenlosen Einstieg bei Duschtüren richtig planen
Ein schwellenloser Duscheinstieg wird über die tatsächlich nutzbare Öffnung, den Bodenabschluss und den Bewegungsablauf geplant – nicht nur über das Außenmaß.
Lichte Öffnung statt Nischenmaß
Die gesamte Nischenbreite steht nicht automatisch als Einstieg zur Verfügung. Festteile, Profile und der geöffnete Flügel reduzieren den nutzbaren Durchgang.
Türsysteme vergleichen
| Türsystem | Potenzial | Planungsgrenze |
|---|---|---|
| einflügelige Drehtür | großer klarer Durchgang | großer Schwenkraum |
| Pendeltür | flexible Öffnungsrichtung | Kollisionen innen und außen prüfen |
| zweiflügelige Tür | kompaktere Einzelbögen | Mittelstoß und Bedienung |
| Falttür | geringer äußerer Türbogen | gefaltete Elemente benötigen Raum |


Gesamtbad und Bewegungsfläche
Die übergeordnete Planung von Bodenaufbau, Bewegungsflächen und Nutzungsszenarien steht im Ratgeber barrierefreie Dusche planen.

Bodenabschluss abwägen
Eine niedrige Schwelle erleichtert den Zugang, kann aber weniger Wasser zurückhalten. Dichtung, Gefälle und Strahlrichtung müssen gemeinsam geplant werden.
Der Zielkonflikt wird unter Schwallschutz und Bodendichtungen genauer erklärt.
Nische konkret aufteilen
Türanschlag, Festteil und Griffposition werden anhand der realen Raumsituation festgelegt.
Dafür dient die Schrittfolge Duschtür für die Nische planen.
Nutzungsszenarien realistisch testen
Prüfen Sie den Einstieg nicht nur mit dem Zollstock. Simulieren Sie den täglichen Zugang, das Wenden vor der Dusche und die Bedienung des Griffs. Bei Nutzung mit Gehhilfe oder Assistenz muss zusätzlicher Bewegungsraum berücksichtigt werden.
Die lichte Breite sollte immer am vollständig geöffneten System gemessen werden. Überstehende Griffe, Dichtungen oder gefaltete Elemente können den nutzbaren Durchgang weiter reduzieren.
Planung für wechselnde Nutzer
Ein Einstieg, der für eine Person gut funktioniert, kann für andere Nutzer zu schmal oder schwer bedienbar sein. Berücksichtigen Sie deshalb unterschiedliche Körpergrößen, eingeschränkte Beweglichkeit und mögliche Unterstützung durch eine zweite Person.
Auch die Position des Griffs ist wichtig: Er sollte erreichbar sein, ohne dass man sich weit über die Wanne oder in die Duschzone hineinbeugen muss.
Häufige Fragen
Was ist die lichte Einstiegsbreite?
Die tatsächlich frei nutzbare Öffnung bei vollständig geöffneter Tür.
Ist eine bodengleiche Dusche automatisch barrierefrei?
Nein. Bewegungsflächen, Bedienbarkeit, Zugangsbreite und weitere Anforderungen müssen ebenfalls erfüllt sein.
Welche Tür bietet den breitesten Einstieg?
Das hängt von Nischenbreite, Teilung und Beschlägen ab. Eine pauschale Antwort ist nicht möglich.
Braucht ein schwellenloser Einstieg eine Bodendichtung?
Je nach System kann eine Dichtung vorgesehen sein. Sie muss mit Türbewegung und Bodenverlauf harmonieren.
Wann ist Fachplanung erforderlich?
Bei verbindlichen Norm-, Förder-, Rollstuhl- oder Pflegeanforderungen sowie schwierigen Bestandsbedingungen.
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Vergleichen Sie Öffnungsarten, Maße, Glas und Beschläge passend zur vorhandenen Einbausituation.